Bildungsland Niedersachsen, so hat die Niedersächsische Landesregierung ihr Positionspapier zur Entwicklung der niedersächsischen Schullandschaft benannt. Für den Bereich der Integrierten Gesamtschulen (IGS) wird die Umsetzung des G-8-Abiturs (Gymnasiale Stufe nach 8 Jahren bzw. Abitur in 12 Schuljahren) darin verbindlich festgeschrieben.
Der Schulelternrat ebenso wie die Schülervertretung der IGS Kronsberg haben in einer Resolution dieses Vorhaben entschieden abgelehnt. Die Einführung des G-8-Abiturs setzt eine frühe Trennung (Selektion statt Integration) voraus, um das Abitur in kürzerer Zeit zu erreichen. Das Prinzip der möglichst langen gemeinsamen Beschulung würde zunichte gemacht werden.
Wir wissen, dass viele Eltern sowie Schülerinnen und Schüler die Schulform IGS anwählen, gerade weil die 13jährige Schulzeit Raum verspricht, in denen sich Jugendliche entwickeln können und auch diejenigen eine Chance auf hochwertige Schulabschlüsse haben, denen bestimmte Schullaufbahnempfehlungen, sprachliche Voraussetzungen oder Unterstützungen aus den Familien nicht in dem Umfang – wie nötig – zur Verfügung stehen. Ebenso ermöglicht das derzeitige pädagogische und zeitliche Konzept von IGSen, Lernen in stressfreierer Atmosphäre, den Erwerb von Methodenwissen und sozialer Kompetenz in Selbststudium und Gruppenarbeit – für die spätere Arbeitswelt wichtige Einstiegsvoraussetzungen.
Wir laden Sie daher recht herzlich ein, kontrovers mit bildungspolitischen Abgeordneten aller Parteien aus dem Niedersächsischen Landtag und den bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der hannoverschen Stadtratsfraktionen dieses Vorhaben zu diskutieren.
Zugesagt haben bereits
aus dem Landtag: MdL Dirk Toepffer CDU, MdL Stefan Politze SPD, Josef Voß Bündnis 90/Die Grünen, N.N. FDP
aus dem Stadtrat: Michael Klie SPD, Regine Kramarek Bündnis 90/Die Grünen, Barbara Frank CDU, Jens Mayburg FDP
In das Thema führt ein
Prof. (em.) Dr. Manfred Bönsch
Leibniz Universität Hannover, Institut für Erziehungswisschenschaften
Quelle: IGS Kronsberg

