Am Kronsberg gibt es ausschließlich Niedrig- oder sogar Passiv-Energiehäuser. Hier wird 60% weniger CO2 in die Luft geblasen als in anderen neuen Stadtteilen üblichen Standards. Allein durch die Verwendung der 600.000 Kubikmeter Bodenaushub in nächster Nähe die bei den Bauarbeiten angefallen sind, wurden 1200 Tonnen schädliches CO2 gespart, da etwa 100.000 LKW-Transporte notwendig gewesen wären, um die Erde abzutransportieren. Durch die Trennung von Bauschutt, Papier, Metallen, Holz, Kunststoffen und Restabfall konnten ca. 85% der Abfälle wiederverwert werden. Und die Mülltrennung wird von den Bewohnern aktiv weitergelebt, Tag für Tag. Auch Energie wird um bis zu 30% eingespart. Im Zuge des Neueinzuges bekamen die neuen Mieter und Hauseigentümer z.B. Energiesparlampen geschenkt. Im Umwelt-Stadtteil Kronsberg ist der natürliche Wasserhaushalt auf künstlicher Weise beibehalten worden, indem man ein ausgeklügeltes Regenwasserbewirtschaftungssystem eingesetzt hat. Der Niederschlag fließt andernorts aus der Umgebung, wenn die Auelandschaften fehlen, über Kanäle oder begradigte Bäche zu schnell in die größeren Flüsse ab und lässt diese über die Ufer treten. Das langsame Versickern am Kronsberg wird durch verschiedene Rückhaltesysteme in den grünen Innenhöfen und ein straßenbegleitendes, bisher insgesamt elf Kilometer langes “Mulden-Rigolen-System” gewährleistet. In einer Rasenmulde versickert der Regen in ein darunter liegendes Kiesbett, die Rigole. Dabei wird es gleichzeitig gereinigt, gespeichert und teilweise an das Grundwasser abgegeben. Zusätzlich sind im gesamten Stadtteil Spar-Perlatoren in die Armaturen eingesetzt worden.
So lässt sich die Liste beliebig fortsetzen. Von Anfang an wurde ein nachhaltiger Stadtteil hochgezogen, welcher als EXPO-Projekt das Leben im 21. Jahrhundert demonstriert.


