Der Aussichtshügel

Genau genommen müsste man sagen DIE Aussichtshügel. Denn es gibt sowohl im südlichen, als auch im nördlichen Bereich jeweils einen. 600.000 Kubikmeter Bodenaushub sind im Zuge der Bauarbeiten angefallen. Dieser wurde jedoch direkt im Gebiet selbst genutzt: Zwei bis zu 13 Meter hohe Aussichtshügel entstanden. Zusätzlich wurde ein Lärmschutzwall zur A7 und zahlreiche Freiräume modelliert und eine Altdeponie im angrenzenden Bemerode abgedeckt.

Der Aussichtshügel im nördlichen Bereich, zu finden hinter dem Hotel Kronsberger Hof, an der Wülferoder Straße, hat sich zum allseits beliebten Ausflugsziel entwickelt. Dort steht auch Norddeutschlands einziges Gipfelkreuz und darauf steht es sozusagen “schwarz auf weiß”: “118 Meter über N.N.”. Aufgestellt wurde es bereits vor der Bebauung von drei wackeren Gesellen. Wind und Wetter setzten ihm jedoch arg zu und so verschwand es für kurze Zeit. Doch in einem “Festakt” wurde ein neues aufgestellt: Oberbürgermeister Schmalstieg und Reinhold Messner ließen es sich nicht nehmen dabei zu sein. Ein Gipfelbuch und ein Stempel waren lange Zeit im kleinen Kästchen am Kreuz untergebracht, fanden jedoch alsbald andere “Liebhaber”. Alte Gipfelbücher sind im “Exposeum” ausgestellt worden.

Vom Gipfel aus lässt sich der Turm der Marktkirche, die Lichtmasten der AWD-Arena, die mit Patina überzogenen Kuppeln des Rathauses und noch vieles mehr in der Ferne ausmachen. Bei guter Sicht erblickt man den Höhenzug des Deisters, die Hügelkette des Weserberglandes bis hin zum Brocken. Zu Silvester ist es der Treffpunkt schlechthin, nirgendwo sonst lässt sich ein derart phantastisches Schauspiel über den gesamten Horizont beobachten.

Artikel vom 8. Februar 2006
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